Münchner Ansichten: Was motiviert Sie?

Engagement & Positivität für Patienten zu zeigen

Münchner Ansichten

Evelyn Seling

Die 33-jährige Evelyn Seling ist gelernte Medizinische Fachangestellte und arbeitet seit 2015 im Patientenservice der CIP Klinik Dr. Schlemmer in Bad Tölz. Die Klinik wurde 1965 als eine der ersten psychosomatischen Kliniken Bayerns gegründet und behandelt heute jährlich rund 800 Patienten mit Erkrankungen wie Depression,   Burn­out oder Essstörungen.

„Im Patientenservice ei­ner psychosomatischen Klinik zu arbeiten, bedeutet für mich flexibel und teamfähig zu sein, mit ganz unterschiedlichen Menschentypen umgehen zu können und vor allem Lust zu haben, den Patienten bei ihren Fragen zu helfen. Wir sind oft ihre ersten Ansprechpartner und wissen, dass wir mit unserem Engagement und unserer Positivität jederzeit dafür sorgen, dass sie neuen Lebensmut schöpfen können. Langweilig wird es nie – mal muss ich auch bei der Therapieplanung aushelfen oder unsere Chefsekretärin vertreten. Darüber hinaus bin ich als Qualitätsbeauftragte dafür verantwortlich, dass sich die Patienten bei uns nicht nur wohlfühlen, sondern ihnen der Therapieaufenthalt auch hilft. Hier sind meine Menschenkenntnis und Taktgefühl gefragt: In einem persönlichen Gespräch fühle ich vor, ob es Probleme oder Herausforderungen gibt, um zeitnah eine Lösung zu finden. Meine persönliche Motivation? Wenn ein Patient niedergeschlagen und hoffnungslos zu uns in Therapie kommt und nach einigen Wochen lächelnd und voller Zuversicht in den Alltag zurückkehrt!“

Weitere Informationen unter www.klinik-schlemmer.de


Junge Menschen in eine gesunde Zukunft zu  führen

Münchner AnsichtenMein Name ist Liane Hammer und ich arbeite seit fast 20 Jahren im sozialen Bereich mit Kindern und Jugendlichen, die überwiegend psychische Probleme haben. Ich habe Pädagogik studiert und anschließend eine Weiterbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin absolviert. Seit fünf Jahren leite ich eine intensivtherapeutische Wohngruppe bei ANAD e.V., die Mädchen mit Essstörungen eine Möglichkeit bietet, Schule, Freizeit und Therapie unter einen Hut zu bekommen.

Zu meinen Aufgaben zählt neben der Alltagsbegleitung, die Mädchen dabei zu unterstützen, einen Weg raus aus dieser schwerwiegenden Erkrankung zu finden. Trotz des schwierigen Themas und der häufig problembelasteten Vergangenheit der Mädchen macht die Arbeit viel Freude. Sie ermöglicht mir, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten und einen Beitrag dazu zu leisten, dass sie ihren Weg in eine gesunde Zukunft und einen Platz in unserer Gesellschaft finden.


Zugang zu Medizin zu schaffen

Nach dem Abitur 2005 ging ich als Freiwilliger nach Ostafrika – in das Buschkrankenhaus „Endulen Hospital“ im Norden Tansanias, ohne Anschluss an die Wasser- und Stromversorgung. Dort kümmert man sich um etwa 80.000 Patienten, die bis zu 250 Kilometer vom Krankenhaus entfernt wohnen. Ich half zu Beginn bei den pflegerischen Aufgaben mit, brachte mit dem Team der Outreach-Clinics medizinische Hilfe in entlegene Dörfer und unterstützte zum Ende die Verwaltung des Krankenhauses in der Kommunikation mit internationalen Geldgebern. Mit Maria Dillmann habe ich den Verein „Endulen e.V. – Trage es im Herzen mit!“ gegründet. Durch Spendengelder ist es uns gelungen, den Operationssaal und das Labor zu renovieren, eine Wöchnerinnenstation zu bauen und Equipment für Notfalloperationen zu besorgen.

Während des Studiums an der Universität Witten/Herdecke kehrte ich immer wieder für Projektreisen ins Endulen Hospital zurück. Eine der letzten dieser Reisen fand im September 2015 statt, während der wir Probleme den Medikamentenbedarf, die Was­­serversorgung und die Sterilisation von medizinischen Instrumenten betreffend lösen konnten.

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