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Karriere München

Neue Wege, neue Sounds – Musik machen im Zeitalter der KI

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By chefaccount on 12. Februar 2026 Studium
macromedia campus Muenchen
Foto: Sebastian Widmann

Vom Hobby zur Profession: Erfolgreich in der digitalen Musikwelt

In einer Zeit, in der der Fokus stark auf der digitalen und wirtschaftlichen Entwicklung liegt, lohnt es sich, den Blick auf einen kreativen Bereich zu richten, der von diesen Veränderungen besonders geprägt ist – die Musikproduktion. Bei einem Besuch an der Hochschule Macromedia sprach Karriere München mit Prof. Falk Morawitz, Professor für Musikproduktion. Er gibt vielseitige Einblicke in Karrierewege der Musikbranche und spricht über die aktuellen Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen, die insbesondere durch den Fortschritt künstlicher Intelligenz entstehen.

Wie sind Sie in die Musikwelt gestartet und gab es schon früh den Wunsch, in die Branche zu gehen?Der Weg in die Musikbranche begann bei mir schon früh, denn Musik war in meiner Kindheit stets präsent. Professionell wurde es jedoch erst 2011, als ich meinen ersten kommerziellen Release im Bereich elektronischer Tanzmusik veröffentlichte. Zu dieser Zeit lebte ich in Basel und arbeitete eng mit einem lokalen Label zusammen, mit dem ich über viele Jahre Bei Releases, Veranstaltungen und Label-Nights mitwirkte. Diese lokale Verwurzelung hat mich stark geprägt und blieb auch bestehen, als ich später nach Großbritannien zog und dort ebenfalls mit kleineren Labels zusammenarbeitete. Rückblickend war Musik lange ein Hobby, das sich durch das Produzieren, DJing und die wachsenden Möglichkeiten zunehmend zu einer beruflichen Laufbahn entwickelte – bis hin zu meinem Masterstudium, meiner Promotion in Musikkomposition und meiner heutigen Professur für Musikproduktion. Musik begleitet mich seit meiner Jugend und prägt bis heute meinen Alltag.

Welche grundlegenden Veränderungen haben die Musikbranche in den vergangenen Jahren beeinflusst – insbesondere Streaming, Social Media und neue Vermarktungsformen?
Eine der größten Veränderungen der letzten Jahre ist der Aufstieg der künstlichen Intelligenz. KI-generierte Musik hat die Anzahl der Veröffentlichungen massiv erhöht und damit die Konkurrenz verschärft, besonders für weniger bekannte Künstler:innen. Die Frage, wie man sich als Produzent klar und unverwechselbar positioniert, spielt heute eine zentrale Rolle. Gleichzeitig haben Social-Media-Plattformen wie TikTok das Musikökosystem stark verändert. Inhalte müssen kürzer, prägnanter und stärker entertainmentorientiert sein, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dadurch haben sich sowohl die Vermarktungswege als auch die musikalischen Ästhetiken weiterentwickelt.

Welche Trends sollten junge Menschen kennen, die eine Karriere im Musikbereich anstreben?
Wer heute als Creator tätig ist, muss seinem Publikum einen Mehrwert bieten, der über die Musik hinausgeht. Das kann unterhaltsamer Kurzcontent auf TikTok sein oder edukatives Material wie Einblicke in den Produktionsprozess, Tutorials oder Studio-Behind-the-Scenes. Entscheidend ist, welchen persönlichen oder kreativen Mehrwert man seiner Community bietet. Da KI immer mehr Musik generiert, ist es wichtiger denn je, eigene Fähigkeiten, Persönlichkeit und künstlerische Handschrift sichtbar zu machen. KI kann die kreative Arbeit unterstützen, ersetzt sie aber nicht.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bestehen für Schüler:innen und Auszubildende ohne Hochschulabschluss?
Kreativität, Initiative und die Qualität eigener Arbeiten werden oft höher bewertet als formale Abschlüsse. Wer einsteigen möchte, kann eigene Musik jederzeit veröffentlichen, mit lokalen Labels zusammenarbeiten oder selbst ein Label gründen. Auch kaufmännische und marketingbezogene Tätigkeiten eröffnen Möglichkeiten für den Einstieg.


„In der Musikbranche gilt häufig, dass man so gut ist wie sein letztes Projekt“


Welche traditionellen Berufsbilder bleiben wichtig und entstehen durch KI neue Jobprofile?
Trotz der technologischen Entwicklungen bleiben Berufe wichtig, in denen kreative Entscheidungen im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören Musikproduzent:innen, Musikdirektor:innen, Music Supervisors sowie kuratorische Tätigkeiten für Film, Fernsehen oder Games. Tätigkeiten im Bereich der sogenannten Funktionsmusik, also Hintergrundmusik oder Trailermusik, könnten in Zukunft häufiger durch KI ersetzt werden. Neue Jobprofile entstehen bislang kaum. Vielmehr verändern sich bestehende Rollen und verlagern sich zunehmend auf Auswahl-, Bewertungs- und Strukturierungsaufgaben.

Welche Rolle spielt KI heute bereits in der Musikproduktion und der Künstlerentwicklung?
In der täglichen Studioarbeit wird KI vor allem genutzt, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten. Dazu gehören Vorschläge für Mixing und Mastering, Soundanalysen, Variantenbildung oder das schnelle Erzeugen von Ideen. KI ersetzt nicht die kreative Handschrift, sondern liefert Ausgangspunkte, die anschließend künstlerisch weiterentwickelt werden. Auch in der Lehre spielt KI eine Rolle. Studierende dürfen sie verwenden, müssen jedoch reflektieren, welche Tools sie eingesetzt haben und welchen Einfluss diese auf das Endergebnis hatten.

Welche Fähigkeiten brauchen junge Menschen, um in einer digitalen und KI-geprägten Musikindustrie langfristig erfolgreich zu sein?
Drei Fähigkeiten sind besonders wichtig:

  • Erstens ein gut entwickeltes musikalisches Gehör und ästhetisches Gespür, um einschätzen zu können, welche Klänge kreativ und qualitativ überzeugen.
  • Zweitens die Fähigkeit, kritisch zu analysieren, wie technische Werkzeuge und insbesondere KI den eigenen Sound beeinflussen.
  • Drittens die Bereitschaft, sich kontinuierlich mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und diese aktiv auszuprobieren. Die Branche verändert sich stetig, und Offenheit gegenüber Innovationen ist essenziell.

Was lernen Studierende an der Hochschule Macromedia im Bereich Musik, Medien und KI?
Der Studiengang vereint musikalische, technische und wirtschaftliche Inhalte. Studierende erlernen alle Grundlagen der Musikproduktion, von Recording über Editing bis hin zu Mixing und Mastering, sowie alle Prozesse der Veröffentlichung – von Publishing bis zur digitalen Distribution. Ergänzend dazu beschäftigen sie sich mit aktuellen Branchentrends, rechtlichen Entwicklungen wie dem AI Act und wirtschaftlichen Themen wie Marketing, Business Planning und Existenzgründung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Künstlerpersona und die Frage, wie man sich kreativ und kommerziell positioniert.

Wie wird sich der Arbeitsmarkt in den kommenden fünf bis zehn Jahren verändern und wird es für junge Kreative eher leichter oder schwieriger, mit Musik Geld zu verdienen?
Die Entwicklung der Branche hängt stark von rechtlichen Rahmenbedingungen ab, etwa vom EU Artificial Intelligence Act oder laufenden Gerichtsverfahren wie GEMA gegen Suno. Dabei geht es vor allem um Fragen des Urheberrechts und der Vergütung für Trainingsdaten. Grundsätzlich wächst der Musikmarkt weiter, und die Nachfrage nach neuer Musik bleibt bestehen. Gleichzeitig erschweren KI-generierte Stücke den Einstieg in niedrigbudgetierte Bereiche wie Indie-Filme oder Indie-Games.


„Ob es leichter wird, von Musik zu leben, hängt stark davon ab, wie man Erfolg definiert – ob über Sichtbarkeit, Einkommen oder eine stabile Tätigkeit hinter den Kulissen“


Welche persönlichen Empfehlungen geben Sie jungen Menschen, die in die Branche einsteigen möchten?
Musik sollte vor allem aus Leidenschaft entstehen. Wer diesen Weg gehen möchte, braucht Geduld, Ausdauer und den Mut, sich immer wieder neu zu erfinden. Es dauert meist lange, bis man die Musik produziert, die man sich vorstellt. Gleichzeitig spielt heute nicht nur die Musik selbst eine Rolle, sondern auch die eigene Präsentation und Sichtbarkeit in sozialen Medien. Selbstvermarktung, Authentizität und ein gutes Netzwerk können entscheidend sein. Trotz aller Unsicherheiten bietet Musik jedoch die besondere Chance, sich kreativ weiterzuentwickeln und immer wieder Neues zu entdecken.

Über den Interviewpartner

macromedia-falk-morawitz

Dr. Falk Morawitz ist Professor für Musikproduktion am Campus München der Hochschule Macromedia. 

Er promovierte im Bereich der elektroakustischen Musikkomposition am Novars Research Centre der Universität Manchester und war über mehrere Jahre Dozent für interaktive Musik und Computerspielmusik. 

Seine Forschungsinteressen sind unter anderem die Interaktion zwischen Technologie und Kreativprozessen sowie die Produktionstechniken der experimentellen elektronischen Musik.

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