
Was die Stadtsparkasse München für junge Menschen besonders macht
Vielfältige Karrierewege, eine Filiale in Azubi-Hand und ein klares Bekenntnis zu Diversität – die Stadtsparkasse München ist mehr als eine Bank. Was das für junge Münchnerinnen und Münchner bedeutet, die gerade ihren Berufsweg planen, erzählt Vorständin Sabine Schölzel im persönlichen Interview – und gibt exklusive Einblicke.
Viele Jugendliche denken bei einer Sparkasse zuerst an Schalter, Konto oder klassische Bankberatung. Was würden Sie 16- oder 17-Jährigen sagen, die noch gar nicht wissen, wie vielfältig die Berufswelt bei der Stadtsparkasse München tatsächlich ist?
Zunächst würde ich ihnen meinen Weg beschreiben. In diesem Alter habe ich meine Ausbildung angefangen. Seitdem sind 36 Jahre vergangen, und ich bin der Sparkassenfinanzgruppe immer treu geblieben. Ein Grund ist, die Entwicklungsmöglichkeiten waren immer so spannend, dass ich in 36 Jahren jeden Tag geschätzt habe. Die Ausbildung und Arbeit ist sehr breit gefächert und qualitativ hochwertig – man sieht und lernt unglaublich viel.
Die Stadtsparkasse München ist eigenständig – und doch Teil eines größeren Verbunds. Wie funktioniert diese regionale Unabhängigkeit innerhalb der Sparkassenfinanzgruppe konkret?
Jede Sparkasse ist eigenständig – deutschlandweit gibt es derzeit rund 350 Institute, von sehr kleinen bis zu sehr großen Häusern. Und es gibt übergeordnete Strukturen: Regionalverbände, die bestimmte strategische Weichen stellen, und eine gemeinsame Finanzinformatik, die die IT bereitstellt. Das ist zusammen ein faszinierendes und sehr gut funktionierendes System. Die Stärke dieses Verbunds liegt in der Ortsnähe: Wir kennen den Münchner Immobilienmarkt, unsere Firmenkundschaft sowie unsere Privatkundschaft. Wir wissen, wo eine Filiale gebraucht wird, und wir sind ebenfalls vor Ort präsent, wie beispielsweise mit einem Geldautomaten auf dem Oktoberfest. Und unser soziales Engagement – Spenden, Sponsoring – kommt genau dort an, wo unsere Kundschaft lebt. Das kann nur ein regionales Kreditinstitut wirklich leisten.
Sie betonen in Ihren Beiträgen immer wieder, wie wichtig Vertrauen und Verantwortung für junge Menschen sind. Warum ist es Ihnen so wichtig, Auszubildenden früh etwas zuzutrauen, statt sie nur „mitlaufen“ zu lassen?
Wir möchten die Kolleginnen und Kollegen optimal ausbilden, damit sie sich später voll entfalten und ihre Aufgaben eigenständig erfüllen können. Dazu gehört es, Selbstständigkeit zu entwickeln und Aufgaben eigenverantwortlich zu erledigen.
Die Azubi-Filiale am Pariser Platz ist dafür ein besonders starkes Beispiel: Dort übernehmen Auszubildende für mehrere Wochen sehr viel Verantwortung. Was lernen junge Menschen in so einem Setting, was man im Unterricht oder in einem normalen Praktikum kaum lernen kann?
Im November haben wir die Azubi-Filiale ins Leben gerufen – unser jüngstes Mitglied in der „Filialfamilie“. Sie ergänzt die hochwertige Ausbildung um eine besondere Komponente: die eigenständige Führung einer Filiale. Die Auszubildenden sind sechs Wochen vor Ort und tragen in dieser Zeit die volle Verantwortung. Es gibt keine Filialleitung, die Anweisungen erteilt. So lernen die jungen Mitarbeitenden den gesamten Umfang eines Filialbetriebs aus einer anderen Perspektive kennen.
Die Rückmeldung der Azubis ist sehr positiv. Sie berichten, dass sie in diesen sechs Wochen sehr viel selbstbewusster geworden sind und fachlich unheimlich viel dazugelernt haben. Und wenn sie in ihre Stammfilialen zurückgehen, machen sie die Erfahrung, dass sie dort anspruchsvollere Aufgaben übertragen bekommen als zuvor.
Die Azubi-Filiale ist ein Konzept, das man bei Arbeitgebern selten findet. Ermöglicht die Größe der Stadtsparkasse München solche Projekte überhaupt erst?
Das spielt sicherlich eine Rolle. Die Stadtsparkasse München ist die viertgrößte Sparkasse Deutschlands. Jährlich stellen wir 100 bis 110 Auszubildende ein. Diese Größe gibt uns die Möglichkeit, solche Projekte zu realisieren. Die Auszubildenden danken es uns – sie kehren leistungsfähiger und fachlich stärker in ihre Stammfilialen zurück.
Wie erleben die Auszubildenden die Zeit in der Azubi-Filiale?
Ich habe mich vorletzte Woche mit allen getroffen, die bisher in der Azubi-Filiale eingesetzt waren. Alle sagen, sie möchten eigentlich zurück, weil die Zeit ihnen so viel Freude bereitet hat. Sie berichten, wie stark sie im Team zusammengewachsen sind und auch gelernt haben, sich gegenseitig Feedback zu geben. Man lernt Teamarbeit: Wie stimmt man sich ab, wie verteilt man Aufgaben, wie übernimmt man Verantwortung? Die Auszubildenden haben sich selbst Rollen wie Head of the week, Money Master oder News & Austausch zugeteilt, die im Wochenrhythmus wechseln. Dadurch übernimmt jede und jeder im Laufe der sechs Wochen einmal alle Tätigkeiten in eigener Verantwortung. Das hat unsere Auszubildenden enorm gestärkt. Meine Erwartungen wurden übertroffen.
Ausbildung oder duales Studium – worin unterscheiden sich diese Wege bei der Stadtsparkasse München, und für wen eignet sich welcher Einstieg besonders?
Wir bieten beide Möglichkeiten an. Die klassische Ausbildung schließt man als Bankkauffrau oder Bankkaufmann ab. Die Ausbildung ist sehr praxisnah: Alle theoretischen Themen werden vermittelt, und man ist von Beginn an im Einsatz, direkt im Kundengeschäft. Beim Dualen Studium kommt zusätzlich zu dieser Ausbildung noch ein Studium dazu: der Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt „Bank“. Jede und jeder muss für sich entscheiden, welchen Weg er oder sie gehen möchte. Wer sich zunächst auf die Praxis konzentrieren möchte, startet mit der Ausbildung. In der Sparkassenfinanzgruppe gibt es zahlreiche Studienmöglichkeiten, die auf eine abgeschlossene Ausbildung aufbauen. Beides nacheinander zu machen ist kein Problem. Wir bieten beide Wege an, weil beide nachgefragt werden.
Banken gelten nach außen oft als eher formelle, zahlengetriebene Welt. Welche Eigenschaften bringen junge Menschen mit, die bei Ihnen besonders gut aufgehoben sind?
Gute schulische Leistungen sind wichtig, aber auch die Freude, mit Menschen zu arbeiten. Denn wir sind über 2.300 Mitarbeitende und haben über eine halbe Million Kundinnen und Kunden. Man hat jeden Tag mit sehr vielen Menschen zu tun. Wer zudem Motivation und Teamgeist mitbringt, neugierig ist, Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen hat sowie Offenheit und Kommunikationsstärke mitbringt, ist bei uns sehr gut aufgehoben.
Die Finanzbranche spricht heute viel über Diversität und Chancengleichheit. Aber wie viel davon ist bei der Sparkasse gelebte Praxis?
Das Thema Diversity ist für uns aus zwei Perspektiven sehr wichtig. Erstens ist nachgewiesen, dass diverse Teams erfolgreicher sind. Zweitens ist auch unsere Kundschaft divers: Wir kümmern uns um Firmenkunden und Privatkundinnen, die alle Lebensphasen abbilden – von jung bis alt, Singles wie Familien, Männer wie Frauen. Wenn wir entscheiden, welche Produkte und Services gut für unsere Kundschaft sind, brauchen wir diverse Teams, die unterschiedliche Perspektiven einbringen und sich gut in unsere Kundinnen und Kunden reindenken können.
Wenn sich die nächste Herausforderung bietet, traut euch – daran wächst man
Was muss ein Unternehmen konkret tun, damit junge Frauen nicht nur sagen: „Dort kann ich anfangen“, sondern auch: „Dort kann ich mich langfristig entwickeln und später führen“?
Wir unterstützen Frauenförderung sehr aktiv, weil wir diverse Teams auch gezielt fördern möchten. Eine gute Voraussetzung ist bereits unsere Trägerstruktur: Als Unternehmen des öffentlichen Rechts werden unsere Mitarbeitenden nach TVöD bezahlt, also nach einem Tarifwerk. Das bedeutet, das Gehalt richtet sich nach klar definierten Tarifeinstufungen. Das ist für Frauen eine wichtige Grundlage, damit sie nicht um das gleiche Gehalt kämpfen müssen. Darüber hinaus besetzen wir alle Talententwicklungsprogramme paritätisch, damit alle auch die gleichen Chancen haben. Netzwerken ist für junge Frauen wie Männer ein wichtiger Karriere-Tipp: Netzwerke sind für eine karriereorientierte Berufsplanung außerordentlich wertvoll. Man sollte sie pflegen und in sie investieren.
Für Frauen ist es meiner Erfahrung nach zusätzlich wertvoll, wenn auch ein Frauennetzwerk dabei ist – nicht ausschließlich, aber als ergänzendes Element, um sich gegenseitig zu stärken. Ich selbst bin in vielen Netzwerken aktiv, unter anderem im bundesweiten Frauennetzwerk der Sparkassen-Finanzgruppe, S-FiF, Frauen in Führung. Ich bin eine der fünf Sprecherinnen. Darüber hinaus engagiere ich mich in einem Münchner Frauennetzwerk: Let’s Connect. Dabei geht es weniger um die Finanzbranche, sondern darum, starke Frauen aus München zusammenzubringen. Und wir haben in der Stadtsparkasse München natürlich auch ein internes Frauennetzwerk, HerConnect, in dem sich alle karriereorientierten Frauen bei uns im Unternehmen vernetzen und sich gegenseitig auf ihrem Karriereweg begleiten können. Alle diese Netzwerke bringen mir persönlich viel – und ich erlebe das auch bei den Kolleginnen, die sich dort engagieren.

Welche Erfahrungen haben Sie selbst auf dem Weg an die Spitze gemacht?
Die Netzwerke haben mir sehr geholfen – nicht nur zur Vorbereitung auf Bewerbungsverfahren, sondern auch, um Chancen überhaupt erst zu erkennen. Das ist entscheidend. Darüber hinaus muss man auch mutig und immer wieder bereit sein, neue Herausforderungen anzunehmen. Ich beobachte bei Frauen mitunter eine gewisse Zurückhaltung, Chancen zu ergreifen. Mein Karriere-Tipp an alle: Wenn sich die nächste Herausforderung bietet, traut euch – daran wächst man.
Was würden Sie jungen Menschen in München raten, die einen Beruf suchen, der Sicherheit, Entwicklungsmöglichkeiten und Sinn miteinander verbindet?
Zunächst ist wichtig, dass man einen Beruf wählt, der einem Freude bereitet, der einen interessiert. Genauso wichtig ist es aber, einen Beruf zu finden, der den Lebensunterhalt sichert. Beides zusammen sollte der Ausgangspunkt sein. Deshalb empfehle ich, sich mit verschiedenen Berufsbildern zu beschäftigen, Praktika zu machen, zwei, drei verschiedene Bereiche auszuprobieren, um Orientierung zu finden, was könnte mir persönlich Freude machen? Für die Stadtsparkasse München kann ich sagen: Wer bei uns anfängt, bekommt fundierte finanzielle Bildung vermittelt, hat einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz und viele berufliche Perspektiven.