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Karriere München

Beruf mit Verantwortung – Ausbildung bei der Bayerischen Polizei

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By chefaccount on 25. Februar 2012 Ausbildung, Öffentliche Arbeitgeber
Mikrofon an: Franziska Öttl (l.) und PHK Christine Lips gewähren beim Besuch des Karriere München Teams einen offenen Einblick in die Ausbildung bei der Bayerischen Polizei

Schießtraining, Strafrecht und echte Einsätze – was die Ausbildung bei der Bayerischen Polizei ausmacht

Das Karriere München Team hat die Bayerische Polizei am Standort Dachau besucht, um mit zwei Frauen zu sprechen, die den Polizeiberuf aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennen: Frau Lips, Polizeihauptkommissarin und erfahrene Ausbilderin, sowie Franziska Öttl, die in ihrer Ausbildung im Polizeivollzugsdienst kurz vor dem Abschluss steht. Im Gespräch ging es um die Ausbildungsinhalte in Theorie und Praxis, den Weg von der Bewerbung bis zum ersten Einsatz – und um Erfahrungen, die man so nur aus erster Hand erfährt.

Franzi, wie sieht ein typischer Tag in deiner Ausbildung aus?
Den einen „typischen Arbeitstag“ gibt es bei uns nicht. Wir haben jede Woche einen neuen Dienstplan. Er besteht beispielsweise aus Fächern wie Englisch und IT. Ebenso erlernen wir Inhalte des Strafrechts, Verkehrsrechts und thematisieren das Sicherheitsrecht. Ansonsten machen wir auch sehr viel Sport, dazu zählt Selbstverteidigung und das Boxen. Wir trainieren Einsatzszenarien, wir lernen schießen sowie das Waffenhandling. Wir üben Personenkontrollen und Verkehrsunfallaufnahmen.

Frau Lips: Was Franzi beschreibt, ist unser situatives Handlungstraining. Das bedeutet, wir bilden kleine Fälle im gesicherten Raum ab. Das heißt, es wird zum Beispiel eine hilfesuchende Person oder auch ein Ladendieb gespielt. Und die jungen Beamten müssen diese Situation bei uns im Klassenzimmer beziehungsweise in den Polizeiinspektionen, die wir hier eingerichtet haben, lösen. Aber auch die Waffen- und Schießausbildung zu erlernen ist selbstverständlich, wie auch Franzi schon angedeutet hat. Die wenigsten von uns haben private Erfahrung im Umgang der Waffen. Das muss bei uns vermittelt werden. Aber darüber hinaus gibt es natürlich auch noch Sport und weitere Inhalte.

Franzi: Ich würde sagen, grundsätzlich kann man auf echte Einsätze nicht perfekt vorbereitet werden. Das ist immer eine Ausnahmesituation. Aber durch die viele Übung und Erfahrung, wird sich das dann in echten Einsätzen widerspiegeln.

Frau Lips: Da hat Franzi recht. Der Polizeiberuf hat verschiedene Anforderungen, die hohen Stress auslösen können. Deshalb fangen wir frühzeitig an, bereits im ersten Ausbildungsabschnitt in Übungen und mit Trainings ähnliche Situationen nachzustellen. Denn wir sind uns gewahr, dass die Auszubildenden später im Einzeldienst in jede Einsatzsituation kommen können. Sobald der Funkruf kommt, dass ein Einsatz ansteht, wird jeder eingeteilt, unabhängig davon, ob es ein Praktikant ist oder ein erfahrener Polizeibeamter, der bereits seit 20 Jahren Einzeldienst leistet. Deshalb ist es für uns umso wichtiger, den ausgebildeten Beamten vorbereitet in den Einzeldienst entlassen zu können.

Okay, das ist wirklich sehr vielseitig und klingt alles andere als langweilig. Franzi, was hat dich damals für die Ausbildung motiviert?
Also grundsätzlich wollte ich schon immer Polizistin werden. In meinem privaten Umfeld kenne ich auch einige Polizisten, die mich bei der Entscheidung bekräftigt haben. Ich bin auch eine sehr offene Person und viele Bekannte haben mir gesagt, dass es zu mir passt.
Die Abwechslung in den Tätigkeiten und im Arbeitstag war auch ein Grund, weshalb mich die Ausbildung bei der Bayerischen Polizei gereizt hatte. Hier ist jeder Tag etwas anderes und wir wissen nicht, was auf uns zukommt.

Auf dem Polizeicampus wird nicht nur gelernt – Azubis können hier wohnen, trainieren und das Fahren unter Einsatzbedingungen üben

Das klingt nach einem Beruf, der wirklich bewusst gewählt wurde. Frau Lips, was erwartet die jungen Menschen dann inhaltlich in der Ausbildung?
Unsere Ausbildung ist sehr umfassend. Es gibt die rechtliche Ausbildung, die persönlichkeitsbildende Ausbildung sowie die praktische Ausbildung.
Rechtlich ist klar, da gibt es das allgemeine Polizeirecht. Das ist für die jungen Beamten deshalb wichtig, weil die Polizei grundsätzlich in die Grundrechte eingreifen darf. Es gibt Grenzen und die müssen vermittelt werden. Dann ganz typisch: Strafrecht, Verkehrsrecht und Sicherheitsrecht. Und dann, weil wir Beamte sind und keinen Arbeitsvertrag im eigentlichen Sinn haben, das Beamtenrecht. Damit für die jungen Beamten die Rechte und Pflichten bekannt sind.
In der persönlichkeitsbildenden Ausbildung haben wir dann einmal die Lerninhalte in Kommunikation und Konfliktbewältigung, weil der Polizeibeamte nicht nur repressiv, also strafverfolgend tätig wird, sondern auch präventiv. Das heißt, man soll den Eintritt negativer Ereignisse verhindern. Und das kann man sehr gut auch kommunikativ lösen. Das sollte immer der erste Schritt sein, bevor man andere Maßnahmen draufsetzt. Auch sind die Fächer „politische Bildung“ und „Zeitgeschehen“ in den Ausbildungslehrplan integriert. Wir sind Organe der Rechtspflege. Wir vertreten auch den Staat nach außen. Da sollten wir einen Einblick in die politische Situation haben. Dann gibt es noch weitere Lerninhalte, wie zum Beispiel die Berufsethik. Wir sind Vorbilder. Wir sollen Vorbildfunktion wahrnehmen. Und auch das wird vermittelt.

So vielfältig die Ausbildungsinhalte sind – am Ende braucht es auch die richtigen Voraussetzungen von den Bewerberinnen und Bewerbern selbst. Franzi was würdest du anhand deiner Erfahrungen Bewerbern raten, was sie für Eigenschaften mitbringen sollten?
Also ich würde sagen grundsätzlich Belastbarkeit und auch Teamfähigkeit. Man sollte motiviert und offen sein. Aber ich würde sagen, die eine „richtige“ Eigenschaft gibt es gar nicht. Wir sind sehr vielfältig und das macht es auch aus.

Bei Franzi war es eine klare Entscheidung Polizistin zu werden– aber nicht jeder ist von Anfang an sicher, ob der Polizeiberuf der richtige Weg ist. Frau Lips, was empfehlen Sie den jungen Menschen, die noch unsicher sind, ob der Polizeiberuf der Richtige für sie ist?
Ich würde konkret empfehlen, dass die jungen Bewerberinnen und Bewerber sich an den Einstellungsberater wenden. Das sind sehr nette Kollegen, die auch mit Rat und Tat für alle Fragen zur Verfügung stehen. Um zu entscheiden, ob der Beruf des Polizisten der Richtige ist, gibt es bei uns im Rahmen eines Schülerpraktikums die Möglichkeit das anhand persönlicher Erfahrungen herauszufinden. Das bedeutet, wenn die Bewerber mindestens in der 9. Klasse und 15 Jahre alt sind, gesundheitlich fit sind und mindestens den Schulabschluss der mittleren Reife anstreben, dann kann er oder sie ein Praktikum bei einer Polizeiinspektion ableisten. Dort gibt es die Möglichkeit, die täglichen Dienstabläufe kennenzulernen und einen Eindruck von den Tätigkeiten zu erlangen.

Wer sich dann entschieden hat, steht vor dem nächsten konkreten Schritt: der Bewerbung. Franzi, wie lief damals dein Bewerbungsprozess ab und hast du für die Bewerbenden einen konkreten Tipp?
Also der Bewerbungsprozess ist dreiteilig strukturiert. Er besteht aus einem Sportteil, einem Deutschteil und einem Grundfähigkeitstest. Besonders vor dem Sportteil haben viele großen Respekt. Ich persönlich komme aus dem Leistungssport. Das heißt, meine Ausdauer, meine Kraft war schon relativ hoch. Ich würde jedem empfehlen, einfach die Bereiche, die im Sporttest abgedeckt werden, besonders zu trainieren. Der Grundfähigkeitstest beinhaltet auch ein Gruppengespräch sowie ein persönliches Gespräch.
Ich würde sagen, man sollte sehr authentisch an die Sache rangehen. Ich war auch sehr entspannt und ich denke, das hat mir am meisten geholfen.

Authentizität als Erfolgsfaktor – das ist eine klare Botschaft für unsere Karriere München Leserinnen und Leser. Frau Lips, welche Wege stehen den Polizisten nach der Ausbildung offen?
Also das ist eine sehr umfangreiche Frage, denn die Karriereperspektiven hängen von unseren Qualifikationsebenen ab. Hier bei uns in der Ausbildung beginnt man mit der zweiten Qualifikationsebene, aber da ist der Weg nicht vorgeschrieben oder begrenzt. Theoretisch kann der Karriereweg vom Polizeimeister bis zum Polizeipräsidenten gehen. Zu den Spezialisierungsmöglichkeiten: Bei uns gibt es Streifenbeamte, die kennt man vom Streifenfahren, wenn man einen Verkehrsunfall hat. Genauso gibt es die geschlossenen Einheiten mit Polizeihundeführern oder Hubschrauberpiloten.

Und nun zuletzt die spannendste Frage. Habt ihr in eurer Zeit bei der Bayerischen Polizei ein besonders prägendes oder herausforderndes Erlebnis gemacht? Könnt ihr mit uns eine reale Erfahrung teilen?
Franzi: Ich würde sagen, das war in meiner ersten Nachtschicht. Wir sind mitten in der Nacht zu einer Schlägerei gefahren. Die Täterin war geflüchtet und hatte dann bei unserer Festnahme Widerstand geleistet. Das war schon eine ungewohnte Situation, wenn eine Person sich mit 100% gegen die Maßnahme wehrt. Außerdem stand kein Lehrer daneben, der das frühzeitig abbricht, sodass sich keiner verletzt. Letztendlich habe ich aus dieser Situation viel gelernt.

Frau Lips: Ja, tatsächlich. In München ist wahrscheinlich der Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum vielen noch bewusst. Dort hatten wir die Situation, dass ein Praktikant zum Einsatzort hinzugerufen wurde und im Rahmen der ersten Zugriffsmaßnahmen eingesetzt wurde. Ein weiteres Beispiel, das liegt schon ein bisschen in der Vergangenheit, das ist der sogenannte Waldläufer. Da kam es auch zu einem Schusswaffengebrauch von einem Amokläufer, indem ein Praktikant einschreiten musste.


Du möchtest herausfinden, ob der Beruf des Polizisten der Richtige für dich ist?
Dann kontaktiere gerne die Einstellungsberatung in München:

PP München
Hochbrückenstr. 7 / 4.OG
80331 München
Telefonnummer: 089/29080-300

 

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