
Das Handwerk bietet tolle Chancen!
Peter Praller, Gründer und Geschäftsführer von Formula GT, erklärt, warum der Beruf des Kfz-Mechatronikers starke Perspektiven bietet und was Auszubildende in seinem Unternehmen erwartet.
Warum sollten sich junge Leute das Handwerk genauer ansehen?
Weil das Handwerk tolle Chancen bietet. Gerade als Kfz-Mechatroniker lernt man einen Beruf, der modern, abwechslungsreich und sehr praxisnah ist. Man arbeitet mit Technik, sucht Fehler, findet Lösungen und sieht am Ende ganz konkret, was man geschafft hat. Wer engagiert ist und sein Handwerk beherrscht, hat heute sehr gute Perspektiven.
Was macht Formula GT für Auszubildende zu einem spannenden Unternehmen?
Bei uns geht es nicht um anonymes Abarbeiten, sondern um echte automobile Leidenschaft und individuelle Lösungen. Auszubildende erleben deshalb nicht nur Routine, sondern lernen, Technik wirklich zu verstehen, sauber zu arbeiten und Probleme systematisch zu lösen. Wer Freude an Autos hat und wissen will, was technisch dahintersteckt, kann bei uns sehr viel mitnehmen. Qualität, Sorgfalt und Begeisterung spielen bei uns im Alltag eine große Rolle. Außerdem arbeiten wir an wirklich außergewöhnlichen Autos.
Was wünschen Sie sich von jungen Menschen, die sich bei Ihnen bewerben?
Ganz ehrlich: Perfekt muss am Anfang niemand sein. Viel wichtiger sind Neugier, Motivation und die Bereitschaft, ordentlich zu arbeiten. Wer Interesse an Technik hat, gerne mit den Händen arbeitet und Lust hat, dazuzulernen, bringt schon viel mit. Ich wünsche mir junge Leute, die aufmerksam sind, Fragen stellen und nicht gleich aufgeben, wenn etwas kompliziert wird. Denn genau das gehört in unserem Beruf dazu: Dranbleiben, nachdenken und eine Lösung finden. Wer diese Haltung mitbringt, hat bei uns sehr gute Chancen.
Wo sehen Sie noch Luft nach oben beim Nachwuchs?
Wir haben aktuell mehrere Auszubildende, mit denen ich sehr zufrieden bin. Also meine Beobachtungen beziehen sich ausdrücklich nicht auf sie (lacht). Aber grundsätzlich sehe ich einen Trend, es sich bequem zu machen und nicht mehr mit dem Einsatz zu Werke zu gehen, der eben manchmal einfach notwendig ist. Ich arbeite im Handwerk ja mit vielen Unternehmern und Betrieben zusammen und da ist der Tenor schon so, dass der Biss immer mehr verloren geht. Mal länger zu bleiben, um etwas fertigzustellen, ist heute nicht mehr selbstverständlich. Dabei zeigt genau das nicht nur Verantwortungsgefühl, sondern auch die Bereitschaft, sich durch Einsatz zu verbessern.
Ist es für inhabergeführte Handwerksunternehmen problematisch, wenn der Nachwuchs weniger leistungsbereit ist?
Absolut. Ich möchte nicht die Schallplatte auflegen, dass früher alles besser gewesen ist. Aber wenn ich mir die Nachfolgeproblematik im Handwerk ansehe: Ich würde wirklich sagen, dass für gute Unternehmer „das Geld auf der Straße liegt“, wie man so flapsig sagt. Weil die Nachfrage steigt, aber das Angebot an Qualität sinkt. Aber wer ist heute noch bereit, einen Betrieb zu übernehmen und eben keinen 9-to-5-Job zu machen? Das finde ich manchmal paradox, dass wir auf der einen Seite in der Wirtschaft echte Chancen bieten. Und auf der anderen Seite setzt sich so eine Mentalität durch, dass Erfolg ohne Anstrengung möglich sein muss. Da wird das Leben von irgendwelchen Influencern anscheinend für bare Münze gehalten.
Sie sind Diplom-Ingenieur und haben an der TU München Maschinenbau studiert. Haben Sie mal bereut, keine Konzern-Karriere angestrebt zu haben?
Niemals.
Was möchten Sie Jugendlichen zum Schluss noch mit auf den Weg geben?
Schaut euch das Handwerk wirklich offen an. Es ist viel moderner, vielseitiger und chancenreicher, als viele denken. Wenn man gern praktisch arbeitet, Technik spannend findet und am Ende des Tages sehen will, was man geleistet hat, dann kann eine Ausbildung im Handwerk genau der richtige Weg sein.

Die Werkstatt Formula GT ist Spezialist für italienische Klassiker und insbesondere im Motorenbau aktiv. Von der Konstruktion bis zum Test auf dem Leistungsprüfstand findet dabei alles inhouse statt. Um maßgeschneiderte Lösungen mit abgestimmten Komponenten zu erhalten, werden Fahrzeuge aus aller Welt – von Japan bis Australien – nach München geschickt, um sie dort leistungsstärker und standfester zu machen.
Der Weg zur Ausbildung
Wer an einem Ausbildungsstart in 2027 Interesse hat und eventuell auch für einen Probe-Arbeitstag offen wäre, meldet sich am besten unter der Mail-Adresse info@formulagt.de und dem Betreff „Karriere München: Anfrage“. So kann gemeinsam abgeklärt werden, welche Stellen offen sind und welche Möglichkeiten bestehen, sich einmal persönlich kennenzulernen