Ein Branche, ungeahnte Vielfalt

Vom Anlagen- bis zum Zerspanungsmechaniker gehören viele Berufe zur Metall- und Elektroindustrie. Was viele nicht wissen: Gerade im Bereich Elektro sind viel mehr Berufe mit von der Partie als „nur“ der klassische Elektriker. Auch tech­nische Produktdesigner gehören zum Portfolio, genauso wie die Game-Industrie! Die ist ein wichtiger Bestandteil der Digi­talwirtschaft und gehört auch zur Metall- und Elektroindustrie.

Das hättest du so nicht vermutet? Keine Sorge, das ist sicher nicht nur dir so ergangen, frag deine Klassenkameraden. Dabei ist sie keine kleine Nischenwirtschaft, sondern hat richtig viel zu bieten: 2015 gab es in Deutschland bereits über 30.200 Beschäftigte, der Umsatz für digitale Spiele lag bei rund 2,8 Milliarden Euro! „Games sind weit mehr als ein Unterhaltungsmedium. Sogenannte ‘Serious Games’ haben einen ernsten und praktischen Nutzen. Als Planspiele, Simulationen oder Anwendungen im Gesundheitsbereich, zum Beispiel bei der Diagnostik, sind sie für die Aus- und Weiterbildung nicht mehr wegzudenken“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Me­tall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.

Wenn du dir auf Anhieb keine so rechte Vorstellung von den Ausbildungen in der Gamebranche machen kannst – auch dabei geht es nicht nur dir so. Damit sich das ändert, kannst du eine der gleich genannten Möglichkeiten nutzen, um einmal entspannt in die Branchen hin reinzuschnuppern – und bei der Bewerbung auf einen dualen Studiengangs- oder Ausbildungsplatz macht sich das sicher auch nicht verkehrt. Für Schüler, die erst 2018 ihren Schulabschluss machen, gibt es eine ganz besondere Möglichkeit, in diese Projekte hinein zu schnuppern:

Das DigiCam

Es findet das nächste Mal im Juli/August 2017 in Taufkirchen statt und widmet sich dem Thema „Augmented Reality – Fokus auf Hologramme“. Ganz gleich, in welchem Unternehmen ihr einmal arbeiten werdet: Alle nutzen die scheinbar unendlichen Möglichkeiten der Digitalisierung.

Während der Campwoche lernen Teilnehmer die Arbeits­abläufe des Kooperationsunternehmens (Airbus Defence & Space) kennen und bekommen einen praxisorientierten Einblick in die Arbeitswelt 4.0. Anhand von einer konkreten Aufgabenstellung setzen sie sich selbst mit einem realen Unternehmensprojekt auseinander, das innerhalb der Woche zu bearbeiten ist. Am Ende des Camps werden die Projektergebnisse – digital – vor Unternehmensexperten, Eltern, Lehrern und Presse präsentiert. Durch professionelle Unterstützung erfahren die Schüler vorab, worauf es beim Präsentieren ankommt. Neben der Arbeit soll laut der Planer aber die Ferienstimmung auch nicht zu kurz kommen: Die BetreuerInnen sorgen für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Bewerben können sich Interessierte noch unter www.tezba.de.

Die game groupIT

Das ist ein Langzeitprojekt, bei dem Schüler mit Spieledesignern und Medienpädagogen zusammenarbeiten und ein eigenes Computerspiel entwickeln. Als Teil eines Konzeptions- und Produktionsteams lernst du Unternehmen aus der Gaming-Szene kennen und tauschst dich mit Experten aus. Umgesetzt wird dieses Projekt als Wahlfach oder Nachmittags AG ab dem ersten Halbjahr im Schuljahr 2017/2018. Mitmachen kannst du ganz einfach, wenn du in der 9. oder 10. Klasse einer Realschule oder Gymnasium bist – druck dir das Anmeldeformular auf www.tezba.de aus und gib es deinem Lehrer!

Na, Lust bekommen, in die Gaming Branche reinzuschnuppern? Dann lass dich nicht aufhalten.


Branchenausblick:

„Die bayerische Metall- und Elektro-Industrie ist ein wichtiger Zukunftsmotor und hat für Jugendliche viel zu bieten: eine solide Ausbildung, gutes Geld und tolle Perspektiven. Die Azubi-Gehälter in der bayerischen M+E-Industrie liegen auf einem Spitzenniveau: 2016 verdiente ein Azubi im Durchschnitt über die gesamte Ausbildungszeit rund 1.044 Euro im Monat. 2017 wird das Durchschnittsgehalt weiter steigen und bei rund 1.065 Euro liegen.

Ausbildung in der Gaming Branche, Jobs Gaming, Jobs Gaming Branche, Studium IT Gaming, Brossardt, bayme vbm BrossardtAuch die Übernahmequote in der bayerischen M+E-Industrie ist traditionell sehr hoch. Sie lag für das ab­geschlossene Ausbildungsjahr 2016 bei rund 88 Prozent. 2017 rechnen wir mit rund 93 Prozent. Außerdem bietet die bayerische M+E-Industrie vielfältige Berufsmöglichkeiten bei über 60 verschiedenen Berufen in den Bereichen Metall-, Elektro-, IT- und kaufmännische Berufe. Zudem gibt es zahlreiche duale Studienangebote.

Ich kann daher nur sagen: Eine Ausbildung in der bayerischen M+E- Industrie zahlt sich in jeder Hinsicht aus. Die Unternehmen der bayerischen M+E-Industrie bilden auf einem sehr hohen Niveau aus. 2016 haben sie einen neuen Ausbildungsrekord erreicht. Es wurden bayernweit 14.876 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Zum Vorjahr ist das ein Plus von 1,4 Prozent.“

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