Tom Beck: „Bleib immer offen!“

Das ist einer der Tipps, die Tom Beck dem kreativen Nachwuchs gibt. Er muss es wissen, denn schon im Studium spielte er in einer Band. Ihr kennt ihn aus der Serie Alarm für Cobra 11 und vielleicht auch von der Bühne, die der Schauspieler und Musiker so schnell auch nicht aufgeben wird. Seine Ausbildung absolvierte er übrigens an der Bayerischen Theaterakademie in München.

­­­In Franken geboren, in München die entscheidende Ausbildung absolviert – wo fühlen Sie sich eher zuhause?
Zuhause fühl ich mich da, wo meine Liebsten sind! Klingt abgedroschen, ist aber wahr. Zuhause ist eben doch mehr ein Gefühl als ein Ort. Wenn ich mich daher auf eine Stadt festlegen müsste, könnte ich nur München an dieser Stelle ausschließen. In Köln ist mein privates Umfeld und in Nürnberg leben meine Verwandtschaft und Freunde aus meiner Jugend.

Man kennt Sie unter anderem aus Cobra 11, aber auch von Konzertbühnen. Wofür schlägt Ihr Herz stärker – Schauspielerei oder Musik?
Zum Glück muss ich mich hier nicht entscheiden! Ich bin sehr froh mich in beiden Bereichen austoben zu können. Bei der Schauspielerei kann ich in andere Rollen, andere Welten eintauchen. Hier bin ich jedoch meist auf andere ,Entscheider’ angewiesen und immer von Faktoren abhängig, die ich nicht selbst bestimmen kann. In der Musik kann ich mich völlig selbst verwirklichen und bin autark. Die direkte Interaktion mit dem Publikum und der große Spaß mit meinen Jungs zusammen auf der Bühne Musik zu machen, erfüllen mich total.

Inwiefern hat King Schlayer Ihren Werdegang noch während des Studiums geprägt? Gibt es hier einen Bezug zum King Slayer aus Game of Thrones?
Nein, das nicht. Die Entstehung des Namens war inspiriert durch die Bands ,King Diamond’ und ,Slayer’. Das war vermutlich so um 1995. Vielleicht waren die Macher von ,Games of Thrones’ ja Fans von uns!? (lacht) Während des Studiums musste ich sukzessive aus der Band aussteigen, da ich nach den Gigs immer tagelang heiser war.

Verändert Erfolg die Persönlichkeit?
Die Gefahr ist wohl nicht zu leugnen. Vielleicht ist sie größer, wenn man den Beruf des Erfolges wegen macht. Gute, wahre Freunde sind da sicherlich Gold wert. Am besten Menschen, die dich schon ewig kennen, aus einer Zeit wo ,Erfolg’ noch kein Thema war. Es schadet sicherlich auch nicht, wenn man in der Lage ist, sich gut zu reflektieren und nicht zu ernst zu nehmen.

Welche Top 3-Tipps geben Sie dem kreativen Nachwuchs der Film-/ TV- / Musikbranche?

  • Sei mutig,
  • habe eine Vision,
  • beherrsche dein Handwerk,
  • bleib immer offen und
  • such dir Freunde, die nichts mit der kreativen Branche zu tun haben.

Hätten Sie auch einen Top 1 Anti-Tipp?
Ach, das muss jeder für sich selber wissen, denke ich. Was ich persönlich hasse, ist Arroganz. Heißt, es gibt eigentlich nie einen Grund, sich über andere Menschen zu stellen.

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