Wie finde ich den passenden Arbeitgeber?

Der Erfolg ist zum Greifen nah! Die letzten Monate der Ausbildung laufen, der Prüfungsmarathon steht bevor und gleichzeitig auch die Bewerbungsprozedur. Karriere-Coach Henriette Hauerstein gibt Absolventen der Gesundheits- und Pflegebranche sechs erfolgsversprechende Tipps für die optimale Bewerbung.

Der Blick in die Zukunft

Haben Sie schon einmal nachgedacht, was Sie in fünf oder zehn Jahren beruflich machen wollen? In welcher Stadt Sie leben werden? Ob Sie als Fach- oder Führungskraft oder Selbstständige/r tätig sind? Vielleicht denken Sie in diesem Moment: „Weshalb jetzt in die Zukunft schauen, wenn ich doch gerade all meine Kraft einsetze, um den Abschluss zu schaffen?“ Zu 50 Prozent haben Sie recht – Ihre Qualifikation ist die Startrampe. Die anderen Hälfte macht der Blick in die Zukunft aus: Denn die passenden Karriereschritte sollten bewusst geplant werden. Der erste Schritt ist Ihre erste Festanstellung: Wird es ein Krankenhaus, eine stationäre oder teilstationäre Pflegeeinrichtung, ein ambulanter Pflegedienst, eine Rehabilitationseinrichtung, ein Hospiz? Ist es ein kleines, ein großes, ein privates oder kommunales Unternehmen? Welche Unternehmenskultur wollen Sie erleben?

Die passende Stelle finden

Nun können Sie in allen verfügbaren Medien stöbern und die passende Arbeitsstelle suchen. Schauen Sie sich dabei die Stellenausschreibungen genau an. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Angebot des potenziellen Arbeitgebers. Wenn alles passt, dann starten Sie mit der schriftlichen Bewerbung. Haben Sie Zweifel, dann nutzen Sie als Informationsquelle die Internetpräsenz des Unternehmens oder besser noch: Fragen Sie Mitarbeiter, Patienten, Bewohner oder Angehörige. So erhalten Sie erlebte Wirklichkeit als eine gute Basis für Ihre Entscheidung.

Die perfekte Bewerbung schreiben

Als Grundlage für das Bewerbungsschreiben nutzen Sie die Stellenausschreibung. Ziehen Sie Parallelen zu den Anforderungen des Arbeitsgebers und Ihren Kompetenzen. Gute Vorstellungen von Ihnen erhält der Arbeitgeber immer dann, wenn Sie mit Beispielen das Geforderte belegen. Das Bewerbungsschreiben ist neben dem Lebenslauf und Ihren Zeugnissen der entscheidende Türöffner für ein persönliches Bewerbungsgespräch. Also feilen Sie am Anschreiben, bis es perfekt ist! Nur, weil Pflegefachkräfte händeringend gesucht werden, darf die Bewerbung nicht voller Fehler sein. Nicht nur Sie suchen sich ein Unternehmen aus, sondern der Arbeitgeber muss sich auch für Sie entscheiden. Um im Beruf glücklich zu sein und sich weiterentwickeln zu können, ist die Beziehung zwischen Ihnen und dem Arbeitsgeber ein Fels in der Brandung. Achten Sie darauf, welche Arbeitsbedingungen und Konditionen Ihnen vom Gegenüber konkret angeboten werden. Prüfen Sie erneut, ob diese mit Ihren Erwartungen übereinstimmen. In einem fairen Bewerbungsgespräch erhalten Sie die Möglichkeit Fragen zu stellen. Bereiten Sie sich darauf vor! Denken Sie dabei an das, was Ihnen wirklich wichtig ist und stellen Sie Fragen zu Sachverhalten, die im Gespräch noch nicht erörtert wurden: beispielsweise konkrete Arbeitsaufgaben, Arbeitszeit, Schichtdienst, Wochenenddienst, befristeter oder unbefristeter Arbeitsvertrag, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Teamzusammensetzung, Arbeitsklima, Urlaubsanspruch …

Sind Hospitationen möglich?

Sie merken, dass das Bewerbungsgespräch gut läuft, wollen allerdings auf Nummer sicher gehen. Fragen Sie in diesem Zusammenhang nach den Möglichkeiten einer Hospitation in dem Arbeitsbereich, wo Ihr Einsatz erfolgen soll. Damit erleben Sie hautnah, ob Sie zur Leitung und dem Team einen guten Draht haben. Denken Sie dabei an Ihre Schokoladenseiten, denn auch Sie werden während einer Hospitation gemustert! Ihre gezielte Beobachtung und Ihre Intuition werden die Wegweiser für die richtige Entscheidung sein.

Der Hausvorteil

Für Sie als Absolvent ist natürlich auch die Option offen, in dem Haus zu bleiben, in dem Sie gelernt haben. Sie wissen, nach drei Ausbildungsjahren und erfolgreicher Prüfung werden Sie über Nacht vom Schüler zur Fachkraft. Der Vorteil im Ausbildungsbetrieb zu bleiben, liegt klar auf der Hand. Die Einarbeitungszeit und gegebenenfalls auch die Anerkennung im Team gestalten sich leichter und all das kann ebenso förderlich für Ihren Karriereweg sein!

Muss es wirklich gleich mit der Festanstellung losgehen?

Vielleicht wollen Sie nach der Berufsausbildung gar nicht sofort eine traditionelle Berufskarriere starten. Möglicherweise ist die erste Etappe ein weiterführendes Studium oder ein Auslandsaufenthalt. Wussten Sie schon, dass es ein Anschlussprogramm an Ihre Ausbildung gibt, mit dem Sie internationale Berufserfahrungen in den USA oder Australien sammeln können? Mit „apex social“ kommen junge Fachkräfte genau mit dem nach Hause, was deutsche Arbeitgeber in der Zukunft brauchen, nämlich:  Exzellenten Köpfen, die selbstbestimmt, kreativ, unternehmerisch arbeiten und verantwortungsbewusst entscheiden. Fachkräfte, die Patienten verstehen, Entwicklungsziele erreichen und in herausfordernden Situationen professionell sind.


Von der Krankenschwester zur Vorstandsvorsitzenden bis hin zur Unternehmerin coacht Henriette Hauerstein zu Bildung und Persönlichkeitsentwicklung in der Gesundheitsbranche. Sie ist die ideale Fachfrau für alle, die weiter denken, weiter kommen und sinnerfüllt weiter gehen möchten.

www.pmb-karriereberatung.de

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